Exkursion nach Lumpzig

Datum: 07.07.2015

Am Freitag, den 12.06.2015, besuchten 20 Mitglieder unseres Apfel e.V. die Ziegenkäserei im Altenburger Land. Vor Ort wurden wir von Frau Thiele, der Leiterin der Qualitätssicherung, begrüßt. Sie ist ehemalige Studentin der Ernährungswissenschaften der FSU Jena, wodurch sofort sehr angeregte Gespräche entstanden.

Die Besichtigung der Käserei erfolgte in zwei Gruppen. Bevor die Produktionsstätte betreten werden durfte, mussten Kopfbedeckung, Überziehschuhe und Mantel angezogen sowie die Hände desinfiziert werden, um die hohen Hygienemaßstäbe einzuhalten.

Wir verfolgten den Weg der Milch (hier werden Kuh- und Ziegenmilch verarbeitet) - von der Anlieferung bis zum fertigen Altenburger Ziegenkäse. Beide Milchsorten werden in großen Tanks gelagert, um eine kontinuierliche Produktion zu gewährleisten. Anschließend wird die Milch in einer angrenzenden Halle nach und nach zu Käse verwandelt. Mit Erstaunen konnten wir beobachten, dass die Milch nur wenige Minuten nachdem das Lab hinzugegeben wurde schon wie richtiger Käse aussah und von der Konsistenz her Mozzarella ähnelte. In diesem Produktionsabschnitt kam zudem die Schimmelkultur hinzu, da es sich bei dem produzierten Käse um einen Camembert handelte. Nachdem der Rohkäse zerstückelt, “bekümmelt” und in Formen gegeben wurde, musste er für 24 Stunden gelagert und regelmäßig gewendet werden, damit überschüssige Molke aus dem Käse austreten kann. Das Drehen erfolgte dabei per Hand - diesen Schritt durften sogar zwei von uns selbst versuchen, wobei festgestellt wurde, dass es gar nicht so einfach ist, den einmal rotierenden Käse in dem Hilfsgerät wieder anzuhalten. Im Anschluss kam der Käse in die Trockensalzung, welche dem Rohkäse Geschmack verleiht und für die Haltbarkeit notwendig ist. Doch um seinen Geschmack richtig zu entfalten, muss nach der Salzung eine siebentägige Reifung bei richtiger Temperatur und Luftfeuchtigkeit folgen, damit der Edelschimmel gedeihen kann. Nach der Lagerung wurde der Käse gewogen und verpackt - nun ist er fertig für den Vertrieb und wartet in den Lagerräumen darauf, weiter zum Endverbraucher zu reisen.

Im Anschluss an die Führung konnten wir viele der hier produzierten Käsesorten verkosten. Dabei wurden die verschiedenen Sorten vergleichend beurteilt. Am Ende siegten der Pfeffer- und Walnusscamembert.

Nachdem sich Prof. Glei im Namen aller nochmals für die wunderbare, einzigartige Führung und die Möglichkeit, dass die Exkursion stattfinden konnte bedankte, ging es schon wieder auf den Heimweg. Natürlich wurde vorher noch der Werksverkauf gestürmt, um die neu entdeckte Lieblingskäsesorte gleich mit nach Hause nehmen zu können.

(Die Äpfel vom APFEL e.V. - Studentische Untergruppe)

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Tel: 03641 / 949 670
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