Interview mit Prof. Dr. Tilman Grune

Datum: 02.01.2011

In den akademischen Fluren des beschaulichen Instituts der Ernährungswissenschaften begegnen uns Studenten fast immer unsere Dozenten und Professoren des Faches. Da nicht jeder Kommilitone alle Lehrenden kennt, stellen wir in dieser Ausgabe des Newsletters Prof. Dr. Tilman Grune vor, welcher seit Beginn des Sommersemesters Inhaber des Lehrstuhls für Ernährungstoxikologie ist.


Prof. Dr. Tilman Grune studierte in den achtziger Jahren in Moskau „Medizinische Biochemie“, promovierte 1992 an der Humboldt Universität in Berlin über „Nukleotidabbau und Wirkung von Sauerstoffradikalen“. Er habilitierte 6 Jahre später ebenfalls in Berlin zum Thema „Sekundäre antioxidative Schutzsysteme in Säugerzellen“, bevor er 2003 die Hauptstadt verließ und an die Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf berufen wurde. Dort führte er seine Forschungen zum Thema oxidationsbedingte Veränderungen in Organismen als Laborleiter in der molekularen Altersforschung fort. Mit Lebensmitteln beschäftige er sich „spätestens seit dem Umzug 2006 nach Hohenheim noch intensiver“, so Prof. Dr. Grune, wo er den Lehrstuhl für Biofunktionalität und der Lebensmittelsicherheit inne hatte. Seiner Berufung nach Jena folgt er mit Freude, zudem für seine Hauptforschungsschwerpunkte Oxidativer Stress, Bestrahlungseffekte (besonders im Hinblick auf Hautschädigung), Altern und Neurodegeneration, sowie Proteinturnover hier im beschaulichen Saaletal beste Vorrausetzungen gegeben sind.

Die Universität Jena gefalle ihm bis jetzt „sehr gut“, besonders durch das noch relativ junge Institut der Ernährungswissenschaften. Nach Prof. Dr. Grune ist das Institut im zwanzigsten Jahr nach seiner Gründung sehr aufgeschlossen für neue Projekte, so dass hier zahlreiche positive Erfahrungen mit der Leitung gemacht wurden. Auch die Verbindungen zu den anderen „Lifesciences“ der FSU haben für den Professor essentielle Bedeutung, trotz dem sich augenblicklich noch vieles im Auf- und Umbau befindet und leider nur wenig Zeit zur Kontaktaufnahme mit anderen Instituten bleibt.

Im Hinblick auf andere Lehrstühle am Institut zieht Prof. Dr. Grune mit seiner Arbeitsgruppe, welche zum Großteil aus Mitgliedern seines Teams der Universität Hohenheim besteht, eine Brücke zur Lebensmittelchemie. Hierbei liegt der Fokus stärker auf biologischen Aspekten, statt wie in der Lebensmittelchemie üblich auf dem analytischen Charakter, besteht doch die Vielzahl seiner Forschungen aus Human-, Tier- und Plasmastudien. Neben anderen Forschungsschwerpunkten forscht Prof. Dr. Grunes Team im Rahmen eines größeren EU-Projektes an aussagekräftigen Biomarkern, welche als Indikatoren des Alterungsprozesses herangezogen werden können.

Mit dieser Vorstellung konnten wir hoffentlich einen kleinen Einblick in das Tätigkeitsfeld von Prof. Dr. Grune liefern und können seine Vorlesung „Molekulare Toxikologie“, in der Grundlagen der genetischen Toxikologie, Apoptose, wichtige Signal-und Transduktionswege sowie vertiefende Einblicke in seine Forschungsschwerpunkte dargestellt werden, nur empfehlen!

(studentische Untergruppe)

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