Prost Thüringen!

Datum: 03.11.2011

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Brauereirundgang mit Braumeister Gunther Herrmann

Pünktlich zu Beginn des WS 2011/2012 zog die studentische Untergruppe des APFEL e.V. los zu ihrem traditionellen Exkurs in einen lebensmittelherstellenden Betrieb in der Region. Der Weg führte uns zur Vereinsbrauerei Apolda, wo wir herzlichst durch den Braumeister Gunther Herrmann empfangen wurden. Er zeigte uns die Herzstücke des 1887 gegründeten Unternehmens und führte uns immer mit Liebe zum Produkt zu den einzelnen Prozessen der Bierbrauerei.

Ganz der Tradition verschrieben, kommen nur Wasser, Malz und Hopfen in den "Topf". Die Menge der jeweiligen Zutaten entscheidet schlussendlich, welche Biersorte in der Flasche landet. Bei insgesamt neun Biersorten und einem Biermixgetränk kommt bei der größten Vereinsbrauerei Thüringens jeder auf den Geschmack.

Obwohl die alten Wirkstätten im Berg unter dem Schloss noch großteils zugänglich sind, strahlt auf dem Gelände eine Anlage auf dem neusten Stand der Technik. Mit hohen Investitionen in den 90er Jahren wollte man mit dem Fortschritt gehen und optimierte den Prozess des Bierbrauens in modernen Anlagen. Doch leider, berichtet uns der Braumeister, ist die Anlage nicht 100% ausgelastet, da die Nachfrage immer das Angebot bestimmt. Nach der Wende sind nicht alle Thüringer "ihrem" Bier treu geblieben und so muss sich die Vereinsbrauerei Apolda auf dem Markt gegen kommerzielle Biermarken durchsetzen. Mit Regionalität und Tradition hat das Unternehmen jedoch zwei wichtige Argumente entgegenzusetzen.

Doch selbst wenn mal eine Flasche länger liegen bleibt, erzählt uns Herr Herrmann, kann Bier niemals "richtig" schlecht werden. Wer also noch eine alte Flasche im Keller findet, kann sich diese noch schmecken lassen. Und das ganz ohne Reue, denn, so beteuert der Braumeister, Bier macht nicht dick. Der darin enthaltene Hopfen verursacht jedoch Appetit und wenn man sich diesem hingibt den typischen Bierbauch. Auch der Hopfen ist es, der den gemeinen Biertrinker eher zu einem gemütlichen Genießer als zu einem aggressiven Trinker macht.

Und um noch mit einem letzten Vorurteil aufzuräumen, waren es nämlich die Frauen, die das Bierbrauen salonfähig gemacht haben, bevor es die Mönche weiterführten. Ein ganz ungefährliches Geschäft war das Bierbrauen damals aber nicht, denn wer schlechte Biere braute, wurde als sogenannte "Bierhexe" verbrannt. Zum Glück kann dies heutzutage nicht mehr passieren, wenn man das Bierbrauen den Profis aus Apolda überlässt.

Es läutet die Glock – Apoldaer Bock

(Die Äpfel vom Apfel e.V. - Studentische Untergruppe)

APFEL e. V.
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Tel: 03641 / 949 670
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